Bundesverband UFH tritt auf Politik

PM Fachgespräch

 

PRESSEMITTEILUNG

 

Mehr Schatten als Licht in der "GroKo" –

 

Dritter Austausch von Unternehmerfrauen mit ZDH-Vertretern

 

Berlin. Bereits zum dritten Mal fand am 29. August in Berlin ein Austausch zwischen Unternehmerfrauen des Handwerks und Vertretern des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) zu aktuellen politischen Themen statt.

 

Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des ZDH und Fördermitglied des Bundesverbandes UFH, zog eine handwerkspolitische Bilanz der ersten Monate der schwarz-roten Bundesregierung. Die "GroKo" bedeute bislang "deutlich mehr Schatten als Licht für das Handwerk". Gesetzlicher Mindestlohn und abschlagsfreie Rente ab 63 belasten Mittelständler und bestrafen die Schwächsten am Arbeitsmarkt. Mit weiterem Störfeuer gerade für kleine Arbeitgeber, etwa durch eine "Anti-Stress-Verordnung", müsse man leider rechnen. Von der angekündigten "Energiewende 2.0" ist man noch meilenweit entfernt. Besonders enttäuscht die jüngste EEG-Novelle, die die aus dem Ruder gelaufenen Stromkosten weder deutlich bremst noch gerechter verteilt. Nach der Europawahl gelte es, auf EU-Ebene sowohl die neue Kommission als auch das neue europäische Parlament von den Vorteilen des handwerklichen Berufszugangssystems zu überzeugen.

 

Die gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte betrifft das Handwerk zwar nicht, erzeuge aber, so Heidi Kluth, die UFH-Bundesvorsitzende, "einen heilsamen Druck von Seiten der Politik". Auch bei den Handwerkskammern wächst das Bewusstsein, dass eine Steigerung des Frauenanteils notwendig sei.

 

Gefährlich sind die Bestrebungen der EU-Kommission zur Deregulierung, wie Dr. Manja Schreiner, Leiterin der ZDH-Rechtsabteilung, berichtete. Sie betreffen 152 Berufe in Deutschland, davon 41 Handwerksberufe. ZDH und Unternehmerfrauen fordern die Bundesregierung und die europäischen Institutionen auf, das duale Ausbildungssystem und seine tragenden Strukturen zu stärken.

 

Für Kopfschütteln sorgen die Regelungen zur Steuerschuldnerschaft für Bauleistungen – sie sind auch nach Ansicht von Simone Schlewitz aus der ZDH-Steuerabteilung "kaum zu durchdringen". Als Folge eines Urteils des Bundesfinanzhofs vom August 2013 ist der Leistungsempfänger nur dann Steuerschuldner für eine empfangene Bauleistung, wenn er diese für seine eigene Bauleistung weiterverwendet. Dem ZDH und anderen Verbänden gelang es, die Rückkehr zu den bisherigen bewährten Grundsätzen bei der Anwendung des § 13 b Umsatzsteuergesetz auf Bau- und Gebäudereinigungsleistungen im Rahmen des Kroatien-Anpassungsgesetzes zu erreichen.

 

Auch die "kalte Progression" im Steuersystem bleibt ein Ärgernis. Wie Daniela Jope aus der ZDH-Abteilung Steuerabteilung erläuterte, befürwortet der ZDH eine grundlegende Strukturreform des Einkommensteuertarifs. Dies dürfe aber nicht mit einem Ansteigen der Steuerbelastung an anderer Stelle kompensiert werden, denn es handele sich nicht um eine Steuersenkung, sondern um eine verhinderte heimliche Steuererhöhung.

 

Für Unternehmerfrauen wichtig ist schließlich auch die kaufmännische Aus- und Weiterbildung. Wie Christian Hollmann aus der ZDH-Abteilung Berufliche Bildung ausführte, sind seit 1. August 2014 die drei Berufsbilder Kaufmann für Bürokommunikation, Bürokauffrau und Fachangestellte Bürokommunikation unter dem Begriff "Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement" zusammengefasst – mit zehn Wahlqualifikationen, davon drei für das Handwerk. Berichtet wird auch über die Fortbildungsmöglichkeiten, z.B. zum Betriebswirt/in oder kaufmännischen Fachwirt/in.

 

Fragen zu Inhalt und zum Bundesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk e.V. (UFH) beantwortet Ihnen die Bundesvorsitzende Heidi Kluth, Tel. 04186/7326 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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